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Zusammenfassung der Risikoidentifikation

Anwendung von Chlordioxid in wässriger Lösung ist sicher


Im Folgenden wird nachgewiesen, dass die ordnungsgemässe Anwendung von CDS sicher ist.
Grundlage der Risikoidentifikation bei der Aufnahme von Chlordioxid bei Menschen und anderen Säugetieren ist der Bericht der US Environmental Protection Agency (EPA): CHLORDIOXID UND CHLORIT. (CAS-Nrn. 10049-04-4 und 7758-19-2). Erschienen im Jahr 2000.

Den Untersuchungsergebnissen, die in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht wurden, wird jeweils die Dosierung von Chlordioxidlösung gegenübergestellt, die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung oder Behandlung von Patienten mit COVID-19 vorgeschlagen werden.

Die von den Comusav Ärzten erfolgreich angewandten und dokumentierten Dosierungen liegen WEIT unter den als NOEL (Niveau ohne beobachtbare nachteilige Auswirkungen) belegten Dosierungen.

Unter anderem wurde kein wissenschaftlicher Bericht gefunden, der belegt oder erwähnt, dass die orale Einnahme der wässrigen Verdünnung von Chlordioxid den Tod eines Menschen oder ein schädigendes Ereignis seiner Organe oder Systeme verursacht hat.

 

Präambel

Die Weltvereinigung für Leben und Gesundheit (COMUSAV), in der über 5.000 Ärzte aus mehr als 25 Ländern zusammengeschlossen sind, berichtet, dass Chlordioxid in der richtigen Dosierung ein Molekül ist, das COVID-19 wirksam und effektiv verhindern und behandeln kann.

Diese Aussagen beruhen auf dokumentierten, retrospektiven wissenschaftlichen Beobachtungsstudien am Menschen, die auf Grundlage der Vorgaben vom Weltärztebund (World Medical Association/WMA) durchgeführt wurden.

ETHISCHE GRUNDSÄTZE FÜR DIE MEDIZINISCHE FORSCHUNG AN MENSCHLICHEN PROBANDEN

Auszug aus der DEKLARATION VON HELSINKI der World Medical Association

Artikel 37: Unbewiesene Interventionen in der Klinischen Praxis
Bei der Behandlung eines einzelnen Patienten, für die es keine nachgewiesenen
Maßnahmen gibt oder andere bekannte Maßnahmen unwirksam waren,
kann der Arzt nach Einholung eines fachkundigen Ratschlags mit informierter Einwilligung des Patienten oder eines rechtlichen Vertreters eine nicht nachgewiesene Maßnahme anwenden, wenn sie nach dem Urteil des Arztes hoffen lässt, das Leben zu retten, die Gesundheit wiederherzustellen oder Leiden zu lindern.
Diese Maßnahme sollte anschließend Gegenstand von Forschung werden, die so konzipiert ist, dass ihre Sicherheit und Wirksamkeit bewertet werden können.
In allen Fällen müssen neue Informationen aufgezeichnet und, sofern angemessen, öffentlich verfügbar gemacht werden.

Demgegenüber berichtet die FDA auf ihrer Webseite und verbreitet es massiv in den Medien sowie sozialen Netzwerken, dass Chlordioxid negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat. Gesundheitseinrichtungen vieler Länder haben diese Mitteilung kopiert und auch vollständig in ihre Medien übernommen, ohne jedoch die Richtigkeit und Gewissheit dieser Behauptungen zu überprüfen.

Zu den von der FDA gemeldeten unerwünschten Symptomen gehören:

  • Atemversagen durch einen schwerwiegenden Zustand, bei dem die durch den Blutkreislauf transportierte Sauerstoffmenge stark reduziert ist (Methämoglobinämie).
  • Veränderungen der elektrischen Aktivität des Herzens (QT-Verlängerung), die zu abnormalen und möglicherweise tödlichen Herzrhythmen führen können.
  • Tödlich niedriger Blutdruck durch Flüssigkeitsmangel.
  • Akutes Leberversagen.
  • Niedrige Blutkörperchenzahl aufgrund der raschen Zerstörung der roten Blutkörperchen (hämolytische Anämie), die eine Bluttransfusion erfordert.
  • Starkes Erbrechen

 

Diese Aufzählung gibt jedoch keinen Hinweis, ob diese Symptome auf die Verwendung des im Internet als MMS (Master Mineral Solution) bekannten Produkts oder tatsächlich auf die Chlordioxidlösung (CDS) in einer Konzentration von 3 g/Liter (3,000 ppm) zurückzuführen sind. 

Darüber hinaus gibt es keinen Hinweis darauf, ob diese Symptome auf die Einnahme oder das Einatmen von Chlordioxidgas zurückzuführen sind. Dies sind völlig andere Bedingungen hinsichtlich der Auswirkungen, die dieses Molekül auf den Körper hat. Es wird lediglich erwähnt: "Websites, die Chlordioxidprodukte verkaufen, beschreiben das Produkt typischerweise als eine Flüssigkeit, die aus 28 % Natriumchlorit in destilliertem Wasser besteht. In den Produktanweisungen werden die Verbraucher angewiesen, die Natriumchloritlösung vor dem Trinken mit Zitronensäure - wie Zitronen- oder Limettensaft - oder einer anderen Säure - wie Salzsäure - zu mischen. In vielen Fällen wird das Natriumchlorit als Teil eines Kits mit einem Zitronensäure-"Aktivator" verkauft. Wenn die Säure hinzugefügt wird, wird die Mischung zu Chlordioxid, einem starken Bleichmittel, das ernsthafte und potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkungen verursacht hat."

Es wird daher angenommen, dass sich diese FDA-Version auf MMS und nicht auf Chlordioxidlösung (die bereits hergestellt wurde) bezieht. Die Dosierungen, bei denen die oben beschriebenen Symptome entstanden sein sollen, sind ebenfalls nicht angegeben.  

 

Ausblick

Es ist wichtig anzumerken, dass die für die Überwachung der öffentlichen Gesundheit zuständigen Agenturen, Ausschüsse oder Einrichtungen, sobald die Sicherheit von Chlordioxid in den entsprechenden Dosen weiterhin durch verschiedene wissenschaftliche Berichte nachgewiesen wird, Ressourcen für die Forschung bereitstellen sollten.

Dazu gehören der staatliche Sektor, private Initiativen in der Pharmaindustrie und COMUSAV.
Diese Ressourcen sind von entscheidender Bedeutung, um die Untersuchung dieses Chlordioxidmoleküls fortzusetzen, da sich in retrospektiven Beobachtungsexperimenten gezeigt hat, dass es eine Ressource für das Management von COVID-19 ist und berücksichtigt, dass es sich um einen medizinischen Notfall handelt.

Die derzeitige Pandemie und die Tatsache, dass sich nur wenige oder gar keine Medikamente gegen dieses Virus als wirksam erwiesen haben, sollte ohne wissenschaftliche Grundlagen nicht mehr dämonisiert werden und stattdessen ein vorrangiges Forschungsthema im akademischen Umfeld und in Krankenhäusern auf der ganzen Welt sein.

Es sollte auch beachtet werden, dass Chlordioxid andere Anwendungen hat, die bereits in der Medizin patentiert sind, und viele andere, die für die Erzeugung neuer Patente untersucht werden können.

Zunächst ist es wichtig, die wesentlichen Unterschiede von MMS und CDS zu klären.
In den Medien wurde viel über das Risiko des Konsums von MMS berichtet und es wird sehr oft mit CDS (Chlordioxid-Lösung) verwechselt. 

 

Unterschiede zwischen CDS und MMS

MMS ist eine Lösung, die aus einer Mischung von wenigen Tropfen zweier Reagenzien hergestellt wird: Natriumchlorit und einer Säure (Zitronensäure oder Salzsäure). Diese Mischung wird in einer Flasche einem Liter Wasser zugefügt, hermetisch verschlossen und den ganzen Tag über eingenommen.
Das Problem bei dieser MMS Mischung ist, dass keines der beiden Reagenzien chemisch rein ist und bei der Einnahme der Mischung die Verunreinigungen, die beide Reagenzien bringen, aufgenommen werden. Diese Verunreinigungen oder chemischen Nebenprodukte können zu Beschwerden wie Durchfall, Erbrechen und anderen Nebenwirkungen führen, die zwar nicht schwerwiegend, aber dennoch unangenehm sein können, insbesondere wenn eine hohe Dosis dieser Produkte getrunken wird.
Dies kann auch auf die schlechten Informationen in der Öffentlichkeit über das Produkt zurückzuführen sein, die aufgrund des aufgetretenen Gesundheitsnotfalls beim Versuch, COVID 19 zu verhindern oder zu behandeln, dazu führen, dass kein Arzt konsultiert wird und Produkte konsumiert werden, die nicht unter der Aufsicht von in der Verarbeitung geschulten Pharmazeuten hergestellt wurden.

Dem gegenüber steht die äußerst reine Verbindung des in Wasser gelösten Chlordioxid (CDS) mit einer Konzentration von 3,000 ppm (mg/l).Die Verunreinigungen wie bei MMS sind durch den Herstellungsprozess in verschiedenen Behältern ausgeschlossen, da nur das bei der chemischen Reaktion entstehende Chlordioxidgas in Wasser eingeleitet wird. Ein anderer Weg der Herstellung von Chlordioxid ist die Elektrolyse.

Es ist wichtig ohne Zweifel zu klären, dass Chlordioxidlösung absolut kein Natriumchlorit oder irgendeine Säure und auch keine von MMS bekannten Verunreinigungen enthält, sondern aufgrund des Herstellungsverfahrens nur in Wasser gelöstes Chlordioxidgas in einer Konzentration von nur 3 g / l enthält und einen hohen Reinheitsgrad aufweist.  

Davon werden nur 5 bis 10 ml in Wasser gelöst über den Tag verteilt eingenommen. 

Dieser große Unterschied ermöglicht es, dass die Chlordioxidlösung sicher und hoch verträglich ist und in verschiedenen Dosen eingenommen werden kann, ohne dass dies zu Beschwerden oder Gesundheitsrisiken führt.
Probleme, die im Zusammenhang mit Qualitätsschwankungen verschiedener Produkte bestehen könnten, würden beseitigt, wenn die Agenturen, Ausschüsse oder Aufsichtsbehörden in jedem Land eng mit COMUSAV zusammenarbeiten würden, um die Produktion von Chlordioxid  zur Gewährleistung einer angemessenen Qualität zu überwachen, wie dies im Land Bolivien bereits gesetzlich festgelegt ist.  

 

Eigenschaften und nachgewiesene Wirkmechanismen von Chlordioxid

Physikalische Eigenschaften
Chlordioxid (ClO2) ist ein Gas mit einem Molekulargewicht von 67.46, einem Siedepunkt von 11 ° C, einer Wasserlöslichkeit von 3,000 mg/l bei 25 ° C und einem spezifischen Gewicht von 1.642 bei 0 ° C (Budavari et al., 1989).

Magen-Darm-Resorption
Nach der Einnahme wird Chlordioxid schnell aus dem Verdauungstrakt absorbiert. Spitzen- Plasmaspiegel werden 2 Stunden nach der Einnahme beobachtet und es wird geschätzt, dass mindestens 30% der aufgenommenen Testdosis absorbiert wurden (Abdel-Rahman et al., 1979a.

Verteilung im Körper nach seiner Einnahme
Nach der Einnahme ist die Verbindung im ganzen Körper verteilt, die höchsten Konzentrationen wurden jedoch im Blut, im Magen und im Dünndarm gefunden (Abdel-Rahman et al., 1982). Zweiundsiebzig Stunden nach Einnahme einer einzelnen Dosis von 100 mg/L lag der größte Teil des Chlors als Chloridion (Cl-) vor und das Verhältnis von Chlorid zu Chlorit (ClO2) war 4 zu 1 (Abdel-Rahman et al., 1979b).

Stoffwechsel
Chloridionen sind der endgültige Metabolit von Chlordioxid im Körper, der sich zu 87 bzw. 80% im Urin und im Plasma ansammelt. Ausgehend von einer aufgenommenen Lösung von 100 mg/L und unter Verwendung von radioaktiv markiertem Chlor, um seinen Verlauf im Körper zu verfolgen, war Chlorit ein wichtiger Metabolit, der ungefähr 11% im Urin und 21% im Plasma des gesamten Chlors im Körper ausmachte (Abdel-Rahman et al., 1979b). Eine Genesungsstudie in vivo bei Ratten, durchgeführt von Bercz et al. (1982) legt nahe, dass aufgenommenes Chlordioxid im Magen schnell zu nicht oxidierenden Spezies (vermutlich Chlorid) reduziert wird.

Ausscheidung
Die chemische Art und Weise, wie Chlordioxid eliminiert wird, erfolgt über Urin und Kot. Zweiundsiebzig Stunden nach der Einnahme von markiertem Chlordioxid bei Ratten wurden 31 und 10% davon im Urin bzw. im Kot ausgeschieden, und das Verhältnis von Cl- zu ClO2  war 5 zu 1 während der ersten 24 Stunden und 4 zu 1 während der ersten 72 Stunden (Abdel-Rahman et al., 1979b).

Überprüfung der wissenschaftlichen Literatur in Bezug auf die Toxizität von Chlordioxid (CDS)

Hierzu wurde einer der vollständigsten diesbezüglichen Berichte verwendet, der von einer anderen Behörde der Vereinigten Staaten von Amerika erstellt wurde:
Bericht der US- Umweltschutzbehörde (US EPA ”CHLORINE DIOXIDE AND CHLORITE (CAS-Nr. 10049-04-4 und 7758-19-2) zur Unterstützung zusammenfassender Informationen zum Integrierten Risiko- Informationssystem (IRIS) September 2000
Hier wurde die mögliche Toxizität von Chlordioxid und Natriumchlorit sowie deren Dosen analysiert, bei denen diese Toxizität bei Einnahme auftreten könnte.

In dem von COMUSAV vorgelegten Bericht wird diese Analyse speziell auf oral aufgenommenes Chlordioxid reduziert, das Produkt, welches die Präventions- und Behandlungseigenschaften  gegen COVID19 aufweist.

Es wird nicht auf die Aspekte der Toxizität durch Inhalation eingegangen, da dieser Teil in dieser Literaturübersicht nicht von Interesse ist. Außerdem ist hinlänglich bekannt, dass das Einatmen dieses Gases schädlich für die Gesundheit sein kann.

Die in jeder der oben genannten Toxizitätsstudien angegebenen Dosen werden mit den Dosen verglichen, die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID-19 verwendet werden.

 

Behandlungsschema

- 5 ml CDS  für leicht exponierte Personen und Prävention

- 10 ml CDS für stärker exponierte Personen, z. B. Gesundheitspersonal, das COVID 19-Patienten behandelt oder anderes Personal, das aufgrund seiner Tätigkeit zB. als Beamter einer hohen Viruslast ausgesetzt ist.

Diese Menge CDS mit 3.000ppm wird in einem Liter kaltem Wasser gelöst und tagsüber getrunken. Dies entspricht einer Dosis von 15 bis 30 mg/Tag bei erwachsenen Patienten mit einem Durchschnittsgewicht von 60 kg, ein Wert, der zwischen 0.25 und 0.50 mg/kg/Tag schwankt.

Gegen diese Dosis werden wir alle Berichte vergleichen, die in dieser bibliografischen Übersicht aus ordnungsgemäß akkreditierten wissenschaftlichen Quellen vorgelegt werden. 

 

Die Studien im Einzelnen

Identifizierung von Risiken beim Menschen

Die Kurzzeit-Toxizität von Chlordioxid wurde in zwei Studien am Menschen bewertet. In der ersten Studie haben Lubbers et al. (1982) eine Gruppe von 10 gesunden männlichen Erwachsenen mit einem Gewicht von 70 kg untersucht, die eine Einzeldosis von 0.34 mg/kg Körpergewicht einnahmen. In der zweiten Studie (Lubbers et al., 1984a) bewerteten sie die Aufnahme von 0.04 mg/kg/Tag für 12 Wochen durch Beobachtungen und körperliche Untersuchungen. Dazu gehörten Vitalfunktionen wie Blutdruck, Pulsfrequenz, Atemfrequenz und Körpertemperatur sowie klinische Parameter der Serumchemie (einschließlich Glukose, Harnstoff -Stickstoff, Phosphat, alkalische Phosphatase und Aminosäuren von Aspartat und Alanin) sowie wie Serum-Trijodthyronin (T3) - und Thyroxin (T4) -Spiegel sowie hämatologische Parameter.

Keine der beiden Studien berichtete über physiologisch relevante Veränderungen des allgemeinen Gesundheitszustands.

 
Verbrauch von mit Chlordioxid desinfiziertem Trinkwasser.

Michael et al. (1981), Tuthill et al. (1982) und Kanitz et al. (1996) verglichen Gemeinden, die mit Chlordioxid desinfiziertes Trinkwasser konsumierten, mit Gemeinden, die dieses chemische Reagenz nicht verwendeten und verglichen seine Wirkung durch Blutuntersuchungen. Die Studie dauerte 10 Wochen und wurde mit 118 Personen durchgeführt. Die durchschnittliche Aufnahme von Chlordioxid in den Gemeinden, in denen es konsumiert wurde, betrug 0.15 mg/kg/Tag. Diese Forscher berichten, dass in dieser Studie keine hämatologischen oder serumchemischen Anomalien festgestellt wurden.

Dieser Wert von 0.15 mg/kg Tag liegt mäßig nahe an den von COMUSAV zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 verwendeten Werten, die zwischen 0.25 und 0.50 mg/kg/Tag liegen.

Tuthill et al. (1982) verglichen retrospektiv Daten zur Morbidität und Mortalität von Säuglingen für eine Gemeinde, die in den 1940er Jahren „hohe“ Chlordioxid -Werte als Trinkwasserdesinfektionsmittel verwendet hatte, mit Daten einer Nachbargemeinde, die herkömmliche Wasserchlorierungs- Praktiken verwendete. Leider haben sie keine Chlordioxid- Konzentrationen im behandelten Wasser gemeldet. Die Exposition gegenüber mit Chlordioxid behandeltem Wasser hatte keinen nachteiligen Einfluss auf die Sterblichkeit von Föten, Neugeborenen oder Säuglingen sowie auf das Geburtsgewicht, das Geschlechts- Verhältnis oder den Geburtsstatus.

In Italien hingegen haben Kanitz et al. (1996) zwischen 1988 und 1989  548 Geburten im Galliera-Krankenhaus in Genua und 128 Geburten im Chiavari-Krankenhaus in Chiavari verfolgt. Frauen in Genua waren gefiltertem Wasser ausgesetzt, das mit Chlordioxid, Natriumhypochlorit oder beidem desinfiziert war. Die Trihalogenmethan- Werte lagen in mit Natriumhypochlorit behandeltem Wasser zwischen 8 und 16 ppb und in mit Chlordioxid desinfiziertem Wasser zwischen 1 und 3 ppb. Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass die Babys von Frauen, die während der Schwangerschaft mit Chlorverbindungen behandeltes Trinkwasser tranken, ein höheres Risiko hatten, an Gelbsucht bei Neugeborenen zu erkranken, einen Kopfumfang von weniger als 35 cm und eine Körperlänge von weniger als 49.5 cm hatten. Atypische Referenzdaten werfen jedoch Bedenken hinsichtlich der für diese Studie ausgewählten Kontroll-Population auf und erschweren die Interpretation eines Vergleichs mit der exponierten Gruppe, wodurch die Möglichkeit ausgeschlossen wird, Schlussfolgerungen aus dieser Studie zu ziehen, wie von Selevan (1997) berichtet. Daher kann diese Arbeit nicht als zuverlässig angesehen werden, um die Schlussfolgerungen der Autoren zu erläutern, die sie erstellt haben.

 
Langzeitwirkung von Chlordioxid

Daniel et al. (1990) arbeiteten mit Ratten der Sprague-Dawley-Linie und setzten Gruppen von 10 Männchen und 10 Weibchen 90 Tage lang Chlordioxid im Trinkwasser aus, die 0, 2, 4, 6 oder 12 mg/kg/Tag Chlordioxid für Männchen und 0, 2, 5, 8 oder 15 mg/kg/Tag Chlordioxid für Weibchen entsprachen. Die Exposition von 12 mg/kg/Tag führte zu einer signifikanten Verringerung des endgültigen Körpergewichts. Bei der höchsten Dosis wurde auch eine Abnahme des Nahrungskonsums beobachtet. Das absolute Lebergewicht nahm bei Männchen ab einer Dosis von 6 mg/kg/Tag ab und das absolute Gewicht der Milz nahm bei Weibchen ab einer Dosis von 2 mg/kg/Tag ab. Es wurden keine konsistenten Veränderungen der hämatologischen Parameter beobachtet (Gesamt - und Differenz - sowie Gesamtleukozytenzahl, Hämoglobinspiegel, Hämatokrit und mittleres Korpuskulärvolumen). Die Serumspiegel von Lactatdehydrogenase und Aspartataminotransferase nahmen ab und die Serumkreatininspiegel stiegen bei Männchen, die 6 und 12 mg/kg/Tag ausgesetzt waren. Es wurden keine weiteren Änderungen der Parameter der Serumchemie gefunden. 2 mg/kg/Tag könnten daher als ein Wert angesehen werden, bei dem keine nachteiligen Auswirkungen zu beobachten sind (NOAEL).

Diese Dosis ist vier - bis achtmal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/ Tag.

In einer von Haag (1949) durchgeführten chronischen Toxizitätsstudie wurden Gruppen von sieben männlichen und sieben weiblichen Ratten Dosen von Chlordioxid für 2 Jahre ausgesetzt, die 0, 0.07, 0.13, 0.7, 1.3 und 13,0 mg/kg/Tag entsprachen, wie von der amerikanischen Umweltschutzbehörde (EPA)berechnet. Das Überleben in der 13 mg/kg/Tag -Gruppe war signifikant verringert. Bei der histopathologischen Untersuchung repräsentativer Tiere (2-6 / Geschlecht) aus jeder Gruppe wurden keine Veränderungen im Zusammenhang mit Chlordioxid beobachtet. Für diese Studie identifizierten sie ein Niveau von 1,3 mg/kg/Tag, bei dem keine nachteiligen Wirkungen beobachtet wurden (NOAEL) und ein Niveau von offenen Wirkungen (FEL), basierend auf einer Abnahme des Überlebens, von 13 mg/kg/Tag. In dieser Studie war der NOAEL-Wert niedriger als in der Studie von Daniel et al. (1990).

Diese Dosis ist drei bis fünfmal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/Tag.

Bercz et al. (1982) verwendeten ein aufsteigendes Dosisierungsdesign, bei dem jedes Tier als seine eigene Kontrolle diente. Fünf erwachsene afrikanische grüne Affen und sieben Weibchen (Cercopithecus aethiops) wurden Dosen ausgesetzt, die 0, 3.5 und 9.5 mg/kg/Tag-Tag Chlordioxid entsprachen. In dieser Studie gab es keine signifikanten Veränderungen in der klinischen hämatologischen Chemie (Erythrozyten, Gesamt - und Differenz - Leukozyten, Retikulozytenzahl, Hämoglobinspiegel, Hämatokrit, osmotische Fragilität und Methämoglobinspiegel) oder in der klinischen Serumchemie (Kreatinin, Harnstoffstickstoff) Blut [BUN], alkalische Phosphatase, Laktat-Alanin-Dehydrogenase und Aspartat-Aminotransferase) oder Zunahme des Körpergewichts. Die Serum-T4-Spiegel nahmen bei Affen, die 9,5 mg/kg/Tag Chlordioxid ausgesetzt waren, signifikant ab. Daher identifiziert diese Studie einen NOAEL-Wert von 3,5 mg/kg/Tag und einen LOAEL von 9.5 mg/kg/Tag für Veränderungen der Schilddrüsenhormonspiegel bei Affen, die 4-6 Wochen lang Chlordioxid im Trinkwasser ausgesetzt waren. Für diese Studie beträgt der NOAEL-Wert, dh. der niedrigste Wert, bei dem keine nachteiligen Auswirkungen beobachtet werden, 3,5 mg/kg/Tag,

Diese Dosis ist 7 bis 14 mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/Tag.

Abdel-Rahman et al. (1984b) setzten Gruppen von vier männlichen Sprague-Dawley-Ratten logarithmisch aufeinanderfolgenden Dosen von 0, 0.1, 1, 10 und 100 mg/kg/Tag aus. Diese Forscher bewerteten das Körpergewicht der Ratten und einige hämatologische Variablen wie: osmotische Fragilität, Hämatokrit und Hämoglobin. Das Fehlen einer konsistenten Beziehung zwischen Dosis und hämatologischen Anomalien und die geringe Anzahl von Tieren (nur vier Männchen/Gruppe) verwirren jedoch die Interpretation der Studie, dass es schwierig macht, endgültige Schlussfolgerungen aus dieser Arbeit zu ziehen. In ähnlicher Weise führten Couri und Abdel-Rahman (1980) eine Untersuchung von Sprague-Dawley-Ratten (vier Männchen/Gruppe) durch mit 4 Chlordioxid - Spiegeln zusätzlich zur Kontrolle (äquivalente Dosen von: 0, 0.1, 1, 10 oder 100 mg/kg/Tag) und untersuchten die Glutathionreduktase-Spiegel im Blut, die Glutathionperoxidase und die Katalase-Spiegel in Erythrozyten. Wie bei Abdel-Rahman et al. (1984) erschwert die inkonsistente Beziehung zwischen Dosis und Ausmaß der Veränderungen im Glutathion-abhängigen System die Interpretation ihrer Ergebnisse. Darüber hinaus ist nicht klar, ob diese Effekte biologisch signifikant sind, da es die Bestimmung eines NOAEL-Wert und eines LOAEL für diese Studien ausschloss. Andererseits setzten Moore und Calabrese (1982) Gruppen von 10 A / J - oder C57L / J-Mäusen (Geschlecht nicht angegeben) 30 Tage lang 19 oder 30 mg/kg/Tag aus und beobachteten in keinem der Mausstämme signifikante Veränderungen der hämatologischen Parameter (Hämogramm, Vollständigkeit, Retikulozytenzahl, Glucose-6-phosphat-Aktivität und osmotische Fragilität) .

 
Einfluss von Chlordioxid auf die Fortpflanzungs-Entwicklung

Carlton et al. (1991) verabreichten Gruppen von 12 männlichen Long-Evans-Ratten tägliche Dosen von Chlordioxid in entionisiertem Wasser, die 0, 2,5, 5,0 oder 10 mg/kg/Tag entsprachen, mit der Schlundsonde für 56 Tage vor der Paarung und während einer 10-tägigen Paarungszeit.
Gruppen von 24 weiblichen Ratten erhielten vor der Paarung, während der Paarungszeit sowie während der Trächtigkeit und Stillzeit 14 Tage lang die gleichen Schlundsonden-Dosen. Es wurden keine signifikanten Veränderungen der Mortalität, der klinischen Symptome, der Fertilitätsraten, der Spermien-Parameter, der Schwangerschaftsdauer, der pränatalen Todesfälle, der mittleren Wurfgröße oder des mittleren Gewichts der Nachkommen beobachtet. Bei männlichen F1-Ratten wurden auch keine signifikanten Gewichtsveränderungen der Fortpflanzungsorgane beobachtet. Bei weiblichen F1-Ratten gab es statistisch signifikante Abnahmen des absoluten und relativen Vaginalgewichts in der 10 mg/kg/Tag-Gruppe, aber es gab keine Unterschiede im terminalen Körpergewicht oder im Uterus und Ovarien - Gewicht. Bei männlichen und weiblichen F0-Ratten und männlichen F1-Ratten (Hormonspiegel gemessen an den postnatalen Tagen 0, 1 und 17) wurden keine konsistenten Chlordioxid-bedingten Veränderungen der T3 - oder T4-Spiegel gemessen. Diese Studie identifiziert einen NOAEL von 10 mg /kg/Tag für Fortpflanzungs - Effekte bei Ratten, die Schlunddosen von Chlordioxid erhalten.

Diese Dosis ist 20 bis 40 mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/ Tag.

In einer Studie zur Entwicklungstoxizität von Suh et al. (1983) wurden Gruppen von sechs bis acht weiblichen Sprague-Dawley-Ratten 2,5 Monate lang 0.1, 1, 10 und 2,5 mg/kg/Tag verabreicht, bevor sie sich mit nicht exponierten Männern paarten und während der Trächtigkeitstage 0 bis 20.
Die die Muttertiere wurden am 20. Tag der Schwangerschaft geopfert. Diese Studie identifiziert einen NOAEL von 1 mg/kg/ Tag und einen LOAEL von 10 mg/kg/Tag für Entwicklungseffekte bei den Nachkommen von Ratten, die Chlordioxid im Trinkwasser ausgesetzt waren.

Diese Dosis ist zwei bis vier mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/ Tag.

Toth et al. (1990) untersuchten die neurologische Entwicklungstoxizität von Chlordioxid bei Long-Evans-Ratten. Diese Studie identifiziert einen LOAEL von 14 mg/kg/Tag für die Gehirnentwicklung bei postnatal exponierten Ratten. Mobley et al. (1990) setzten Gruppen von 12 weiblichen Sprague-Dawley-Ratten 0 oder 14 mg/kg/Tag aus. Am Tag 42 nach der Empfängnis gab es keine signifikanten Veränderungen der gesamten T3 - oder T4-, freien T4 - oder T3-Aufnahme. Der Tag, an dem sie ihre Augen öffneten, wurde durch die Exposition von Chlordioxid nicht wesentlich beeinflusst. Daher ist 14 mg/kg/Tag der LOAEL für die Reduzierung des Wurfgewichts und die Erkundungsaktivität.

In einer Studie von Orme et al. (1985) zur Bewertung der Toxizität von Chlordioxid in der Schilddrüse wurden Gruppen weiblicher Sprague-Dawley-Ratten äquivalenten Dosen von 0, 1, 3 und 14 mg/kg/Tag ausgesetzt für 2 Wochen vor der Paarung und während der Schwangerschaft und Stillzeit. Diese Studie identifiziert einen NOAEL-Wert von 3 mg/kg/Tag und einen LOAEL von 14 mg/kg/Tag für neurologische Verhaltenseffekte.

Diese Dosis ist 6 – 12 mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/ Tag.

Taylor und Pfohl (1985) setzten Gruppen von 13-16 weiblichen Sprague-Dawley-Ratten 0 und 14 mg/kg/Tag Chlordioxid aus und berichteten über einen LOAEL für neurologische Verhaltenseffekte, verringertes Gehirngewicht und Zellzahl bei Nachkommen von Ratten, die im Trinkwasser Chlordioxid ausgesetzt waren und Ratten, die postnatal mit einer Magensonde Chlordioxid ausgesetzt waren mit 14 mg/kg/Tag.

Diese Dosis ist 28 - 56-mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/ Tag.

 
Karzinogen - Intensitäts - Studien mit der Aufnahme von Chlordioxid

Miller et al. (1986) testeten das krebserzeugende Potenzial von mit Chlordioxid desinfiziertem Trinkwasser anhand von drei Kurzzeit-Tests. Nach der Desinfektion mit Chlordioxid wurden die Wasserproben (enthaltend 0,5 mg / l Chlordioxid - Rückstände)  2.000 und 4.000 fach unter Verwendung eines makroretikulären Harz - Verfahrens aufkonzentriert. Gruppen von 14 bis 34 SENCAR-Mäusen (Geschlecht nicht angegeben) wurden dreimal wöchentlich 0,5ml des 4000 -fachen Konzentrats in 2% Emulgator oral verabreicht, gefolgt von einer topischen Exposition 3 Wochen lang dreimal pro Woche von 1,0g 12-Tetradecanoylphorbol-13-acetat (TPA) in Aceton auf die Rückenhaut und dann geopfert. Im Vergleich zu Vehikel - Kontrollen wurden keine signifikanten Erhöhungen der Anzahl von Hauttumoren oder der Anzahl von Tumoren pro Tier beobachtet.

In einer Lungenadenom - Studie von Miller et al. 1986 bewerteten sie in Gruppen von 20 männlichen und 20 weiblichen Mäusen des Stammes A, die Dosen von 0,25 ml pro Schlundsonde von 2.000 und 4.000-fachen 2 %-Konzentraten 3 mal wöchentlich über 8 Wochen erhielten, gefolgt von einer Beobachtungszeit von 16 Wochen. In diesem Test wurde die Anzahl der Tiere mit Lungenadenomen und die Anzahl der Adenome pro Tier im Vergleich zu den Kontrollen nicht signifikant verändert. Miller et al. (16) untersuchten in einem Kurzzeitversuch auch die Entwicklung von Leberherden bei Ratten. In dieser Studie erhielten Gruppen von teilweise hepatektomierten Ratten eine Einzeldosis konzentriertes Wasser (Chlordioxid - Konzentration wird nicht angegeben) 2% Emulphor, gefolgt von einer Woche der Verabreichung von 2 ppm Natriumphenobarbital im Trinkwasser für 56 Tage. Die Tiere wurden am Tag 70 geopfert. Eine Kontrollgruppe erhielt nicht desinfiziertes Wasser. Es wurden keine signifikanten Erhöhungen der Inzidenz von β-Glutamyltranspeptidase-Herden beobachtet, was ein Indikator für Lebererkrankungen ist. Die bisher überprüften Studien liefern keine Hinweise darauf, dass Chlordioxid krebserzeugende Wirkungen haben kann.

 
Genotoxizitätsstudien 

In In-vitro-Geno- Toxizitätsstudien wurden sowohl positive als auch negative Ergebnisse gefunden. Einerseits erhöhte Chlordioxid die Chromosomenaberrationen in Fibroblastenzellen des chinesischen Hamsters nicht, aber es erhöhte die umgekehrte Mutation in Salmonella typhimurium (mit Aktivierung) (Ishidate et al., 1984). Mit Chlordioxid desinfizierte Wasserproben induzierten jedoch keine umgekehrten Mutationen in S. Typhimurium mit oder ohne Aktivierung (Miller et al., 1986). In-vivo-Knochenmark- und Mikronukleus-Chromosomenaberrationstests in Schweizer CD-1-Mäusen, denen an 5 aufeinanderfolgenden Tagen 0.4 bis 5 mg Chlordioxid pro Sonde verabreicht wurden, waren negativ, ebenso wie ein Abnormalitätstest im Spermienkopf in B6C3F1-Mäusen, denen an 5 aufeinanderfolgenden Tagen 0.4 bis 5 mg per Sonde verabreicht wurden (0, 3.2, 8 und 16 mg / kg Tag) (Meier et al., 1985). Hayashi et al. (1988) berichteten über positive Ergebnisse im Mikronukleus-Assay bei ddY-Mäusen nach einer einzelnen intraperitonealen Injektion von 3.2 bis 25 mg/kg Chlordioxid.

 
Wirkmechanismen von Chlordioxid in hohen Dosen

Es ist sehr wahrscheinlich, dass oxidative Schäden an Erythrozyten und die Produktion von Methämoglobin in hohen Dosen von Chlordioxid, die über den zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 verwendeten Dosen liegen, mit seinen oxidativen Eigenschaften zusammenhängen
(US EPA, 1994d). Es wird angenommen, dass Chlorit die Zwischenart ist, die für viele der hämatologischen Wirkungen von Chlordioxid verantwortlich ist, da es effizienter Methämoglobin produziert, Glutathion aus roten Blutkörperchen (RBC) abbaut und die Fragilität von Erythrozyten beeinträchtigt.  

In einer Reihe von Experimenten haben Bercz et al. (1982, 1986); und Harrington et al. (1986) vorgeschlagen, dass Chlordioxid die Bindung von Jod aus der Nahrung an Magen-Darm-Gewebe und -Inhalt erhöht und einen funktionellen Jodidmangel hervorruft. Bercz et al. (1982) fanden bei Affen, die mehr als 9.5 mg/kg Chlordioxid pro Tag tranken, verringerte die Spiegel an zirkulierendem Thyroxin. In einer Folgestudie zeigten Harrington et al. (1986) einen Anstieg der Schilddrüsen- Iodid- Absorption und einen Anstieg der Thyroxinspiegel bei Affen ein Jahr nach einer 8-wöchigen Exposition gegenüber ungefähr 5 mg/kg/Tag Chlordioxid im Trinkwasser. Im Gegensatz zu Affen zeigten Ratten nach 8-wöchiger Exposition gegenüber 10 mg/kg/Tag  CDS in Wasser eine dosisabhängige Abnahme des Thyroxinspiegels und keine Veränderung der Schilddrüsen- Iodid- Absorption.

Diese Dosis ist 19-40 mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/ Tag.

 
Allgemeine Synthese von Toxizitätsstudien

Bisher konnte nicht nachgewiesen werden, dass Chlordioxid beim Menschen toxische Wirkungen in den zur Vorbeugung oder Behandlung von COVID-19 verwendeten Konzentrationen hervorruft, deren Dosen zwischen 0.25 und 0.50 mg/kg/Tag liegen und damit sehr  weit unter den in den meisten Forschungsberichten zu Chlordioxid als NOAEL angegebenen Konzentrationen liegen. 

Haags (1949) Langzeit- Trinkwasserstudie berichtete über eine Abnahme des Überlebens von Ratten, die 13 Jahre lang 2 mg/kg/Tag Chlordioxid ausgesetzt waren, aber die Todesursache wurde nicht berichtet und es wurden keine Auswirkungen beobachtet. Andere subchronische /chronische Studien untersuchten hauptsächlich hämatologische Parameter. Bercz et al. (1982) fanden eine signifikante Abnahme der Serum-T4-Spiegel bei Affen, die 9.5 bis 4 Wochen lang 6 mg/kg/Tag CDS in Trinkwasser ausgesetzt waren. Unerwünschte hämatologische Wirkungen konnten bei Abdel-Rahman et al. (1984) nicht festgestellt werden,  weil es keine konsistente Dosis-Wirkungs-Beziehung gab. Darüber hinaus fanden Daniel et al. (1990), Bercz et al. (1982) und Moore und Calabrese (1982) keine hämatologischen Veränderungen bei Ratten, Affen bzw. Mäusen. Abdel-Rahman et al. (1984b) und Couri und Abdel-Rahman (1980) berichteten über Veränderungen im Glutathion-abhängigen System, insbesondere eine Abnahme der Glutathion-Spiegel in Erythrozyten, eine Zunahme der Glutathionperoxidase- Aktivität und eine Zunahme der Katalase-Spiegel in Erythrozyten. Wie bei den hämatologischen Wirkungen dieser Gruppe fehlten jedoch konsistente Beziehungen zwischen Dosis und Ausmaß der Veränderungen.

Nur in sehr hohen Dosen von Chlordioxid mit 30-mal höheren Konzentrationen als zur Vorbeugung oder Behandlung von COVID-19 wurden bei Ratten oder Affen schädliche Wirkungen beobachtet. 

 
Untersuchung der krebserzeugenden Wirkung von Chlordioxid

Nach den aktuellen Richtlinien (US EPA, 1986) wird Chlordioxid als Gruppe D eingestuft (nicht klassifizierbar hinsichtlich der Kanzerogenität beim Menschen), da keine Daten vorliegen, die seine krebserzeugende Wirkung belegen. Gemäß dem Entwurf der Richtlinien zur Bewertung von Karzinogenen (US EPA, 1996a) kann die Kanzerogenität von Chlordioxid beim Menschen nicht bestimmt werden, da keine zufriedenstellenden Studien an Menschen oder Tieren zur Bewertung des chronischen krebserzeugenden Potenzials von Chlordioxid gefunden wurden. Das krebserzeugende Potenzial von Konzentraten, die aus mit Chlordioxid behandeltem Trinkwasser hergestellt wurden, wurde von Miller et al. (1986) untersucht. Chlordioxid-Konzentrate erhöhten die Inzidenz von Lungenadenomen bei Mäusen des Stammes A nicht.

 

Schlussfolgerungen zur Wirkung der Dosis auf die Toxizität von Chlordioxid

Im Allgemeinen haben Studien am Menschen keine nachteiligen Auswirkungen bei Personen berichtet, die in experimentellen Studien (Lubbers et al., 0.04, 0.15, 1981a) niedrige Konzentrationen (1982 bis 1984 mg/kg/Tag) Chlordioxid konsumieren oder konsumierten, ebenso mit Chlordioxid desinfiziertes Trinkwasser (Michael et al., 1981; Tuthill et al., 1982). 

Die epidemiologische Studie von Kanitz et al. (1996), wo sie über ein erhöhtes Risiko für verschiedene Entwicklungseffekte (Neugeborenen-Gelbsucht, kleinerer Kopfumfang und kürzere Körperlänge) in einer Gemeinde mit Chlordioxid desinfiziertem Trinkwasser berichten, weisen zahlreiche Einschränkungen auf (einschließlich mehrfacher chemischer Expositionen; mangelnde Kontrolle über Rauchen, Alter und Ernährungsgewohnheiten sowie atypische Kontrolldaten), so dass es als ernsthafte Studie ausgeschlossen ist und keine gültigen Schlussfolgerungen zu ziehen sind. 

Taylor und Pfohl, 1985; Toth et al., 1990), Orme et al., 1985; Taylor und Pfohl, 1985; Mobley et al., 1990) untersuchten die Toxizität von Chlordioxid an verschiedenen Organen des Körpers in verschiedenen Entwicklungsstadien des untersuchten Tieres und berichteten über einen LOAEL für diese Wirkungen von 14 mg/kg/Tag CDS. Orme et al. (1985) und identifizierten einen NOAEL von 3 mg/kg/Tag.

Diese Dosis ist 6 -12 mal höher als die von COMUSAV-Ärzten zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 angewandte Dosis von 0.25 und 0.50 mg/kg/Tag. 

 
Allgemeine Schlussfolgerungen 

Die häufigsten Werte aus der in diesem Bericht überprüften und zitierten Literatur zeigen, dass der FEL (Grad der offenen Wirkungen) 27 mg/kg/Tag beträgt, der LOAEL (niedrigster Wert, der nachteilige Wirkungen zeigt) 13 mg/kg/Tag und der NOAEL (Gehalt ohne beobachtbare nachteilige Wirkungen) lag in der Größenordnung von 3.0 mg/kg/Tag.
Das von Kalcker (2020) vorgeschlagene Protokoll zur Vorbeugung und Behandlung von COVID 19 schlägt die Einnahme von 10 Millilitern einer Chlordioxidlösung in einer Konzentration von 3,000 mg / Liter vor, die in einem Liter Wasser gelöst und tagsüber getrunken wird. Damit beträgt die tatsächliche Aufnahme 30 mg/Tag für Erwachsene mit einem Gewicht von 50 bis 80 kg. Wenn wir ein Durchschnittsgewicht von 60 kg berücksichtigen, beträgt die aufgenommene Dosis 0.5 mg/kg/Tag, dh 6-mal weniger als die als NOEAL betrachtete Dosis. In anderen Fällen wurde die vorbeugende Dosis für nicht exponierte oder sehr wenig exponierte Personen auf nur 5 ml der 3,000 ppm-Lösung pro Tag reduziert, was einer Aufnahme von nur 0.25 mg/kg/Tag entspricht.
Die Überprüfung der wissenschaftlichen Literatur bestätigt daher, dass die Verwendung von Chlordioxid in einer Dosis von 0.25 bis 0.50 mg/kg/Tag kein nachgewiesenes Risiko einer Toxizität durch Einnahme für die menschliche Gesundheit darstellt.  

In Bezug auf die nachteiligen Symptome, über die in verschiedenen Mitteilungen berichtet wurde und die am Anfang dieses Dokuments bei der Durchführung einer Überprüfung in der International Clinical Trial Registry Plattform (ICTRP) auf der Website aufgeführt sind: www.clinicaltrial.gov und in Datenbanken wie: bioRxiv.org, medRxiv.org, www.preprints.org wurde u. a. kein wissenschaftlicher Bericht gefunden, der belegt oder erwähnt, dass dass die orale Einnahme der wässrigen Verdünnung von Chlordioxid den Tod eines Menschen verursacht hat oder ein schädliches Ereignis eingetreten ist. 

Es wurde kein wissenschaftlicher Bericht gefunden, der belegt oder erwähnt, dass die orale Einnahme der wässrigen Verdünnung von Chlordioxid den Tod eines Menschen oder ein schädigendes Ereignis seiner Organe oder Systeme verursacht hat. 

 

Im Text verwendete Abkürzungen 

CDS – Chlordioxidlösung  (Akronym in Englisch für Chlordioxidlösung)

FEL – The Open Effect Level ( Akronym in Englisch für Frank-Effektstufe)

LOAEL – Die niedrigste Stufe, die nachteilige Auswirkungen zeigt
(Akronym in Englisch für: Niedrigster beobachteter Nebenwirkungsgrad)

NOAEL – Niveau ohne beobachtbare nachteilige Auswirkungen
(Akronym in Englisch für: Nicht beobachteter Nebenwirkungsgrad)

MMS – Master Mineral Solution. Lösung einer Tropfendosis-Mischung aus Natriumchlorit und gleicher Menge Salzsäure (jeweils 1 bis 10 Tropfen). Wird nach 40 Sekunden Reaktion mit 150-200ml Wasser abgelöscht und diese Lösung getrunken

PPM – Partikel pro Million entspricht als Massenanteil einem Milligramm pro Kilogramm, als Volumenkonzentration einem Milliliter pro Kubikmeter und als Stoffmengenanteil einem Mikromol pro mol

PPB – Partikel pro Milliarde

 

Literarische Quellen

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